26. Tour Venedig-Triest-Venedig, 3. -5. Dezember 2004

Bericht: Karl-Heinz Baumgartner Highlander-Crew

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Die vom italienischen Schlauchboot-Club Gommone Laguna Club Venezia (GLCV) alljährlich organisierte Ausfahrt Venedig-Triest-Venedig begann für den ASC schon einen Tag früher nämlich am Donnerstag, 2. Dezember 2004. Insgesamt 7 Boote, zwei aus Österreich, eins aus der Schweiz und vier aus Deutschland fanden sich in der Nautica Beraldo bei Ca' Noghera (VE) ein. Die Wohnmobile fein säuberlich aufgereiht, die Boote gekrant und am Steg festgemacht boten ein illustres Bild.

Die erste Ausfahrt in die Lagunen führte die Boote am Donnerstag zunächst ins Bassin San Marco Venedig und nach kurzer Stippvisite mit Kaffeepause auf Burano zur Insel Torcello zwecks Stärkung im Ristorante Ponte Diavolo. Bei Sonne und ruhigem Wasser war das Schippern eine angenehme Sache. Am Abend trafen sich die Teilnehmer im Ristorante Locanda Portegrandi zu einem gemeinsamen Abendessen beider Clubs.Am Freitag, 3. Dezember zum Start der eigentlichen Veranstaltung stießen die italienischen Boote hinzu und die Gruppe war mit insgesamt 17 Einheiten komplett. Von Ca'Noghera ging es vorbei an Burano und bei Punta Sabbioni gleich aufs Meer. Leider wurden die Binnenkanäle dieses Jahr verstärkt gemieden. Aber der Trend geht wohl in diese Richtung und die Gründe dafür sind vielfältig. Auf offener See ging die Fahrt an Jesolo vorbei zur Marina Cortellazzo in der Mündung des Sile zum Frühschoppen. Weiter ging die Tour über die Adria und Porto Falconara zum Restaurant Mazareck zur Mittagspause. Hier erwarteten uns schon die freundlichen Helfer des GLCV um Pasta und Fagioli anzubieten. Salami, Käse, Kuchen und Kaffee rundeten dieses Mittagessen ab. Vom Wein und dem unvermeidlichen Grappa ganz zu schweigen. Bei Porto Buso wurde am späten Nachmittag noch eine kurze Pause eingelegt. Hier trugen die Teilnehmer mit mitgebrachten Speisen und Getränken zum leiblichen Wohlbefinden bei. Die Schlussetappe führte uns durch die Lagune von Marano bis Grado. Grado, eine sehr alte Stadt auf einer Halbinsel gelegen, hat mehrere Marinas und kleine Fischerhäfen. Der historische Ortskern, in dieser Zeit ohne Touristen, ist allein eine Reise wert. Das Hotel Bellevue mit eigener Steganlage war nun für zwei Tage unser Domizil. Nach einem Aperitif im Clubhaus der Graisani di Palu in der Altstadt rundete im Hotel ein reichhaltiges Abendessen den Tag ab.

Am Sonnabend war ein Tagesausflug nach Triest eingeplant. In der östlichsten Stadt Italiens kann man die Geschichte an den Bauwerken ablesen. In der Vergangenheit haben Ungarn, Österreicher, Hunnen, Goten und Italiener die Stadt Triest zeitweilig beherrscht. In Barcola bei Triest gab es wieder ein italienisches Mittagessen organisiert durch den lokalen Schlauchbootclub Triest vertreten durch seinen Presidente Giorgio Franco. Nach einer kurzen Ansprache überreichte Giorgio Präsente an den GLCV und den ASC. Wie immer wurden die Präsente innerhalb des ASC gleich weitergereicht und zwar zum einen an Volker Hiebert für die weiteste Anreise aus Bremen sowie an Uwe Bergmann mit kleinstem Boot und Motorisierung. Die Rückreise nach Grado war bei aufkommender Bora etwas bewegt und wurde zwecks kulinarischer Stärkung im Fischerhafen von Punta Sdobba in der Isonzomündung sowie im Hafen der Abtei Barbana unterbrochen. In Grado bei einsetzender Dunkelheit wieder angekommen fand im Anschluss an das wie immer opulente Abendessen die große Preisverteilung statt. Wer im Winter auf der Adria kreuzt, soll auch einen Preis bekommen. Mit viel Beifall wurden Renzo Tasin für den GLCV und Conny Goldberg für die Organisation der ausländischen Teilnehmer bedacht.
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Am Sonntag hieß es dann "Leinen los" zur Rückfahrt nach Venedig. Leider meinte es der Wettergott an diesem Tag nicht zu gut da es kräftig regnete. Wir konnten wieder über die Adria fahren, unterbrochen von Pausen in Lignano und Cortellazzo und Treporti. Bei Beppi angekommen bot sich die Gelegenheit das "italienische Kranen" zu bewundern. Innerhalb von 3 bis 4 Minuten wird ein Boot aus dem Wasser geholt, punktgenau auf den Trailer gesetzt und anschließend mittels Traktor beim Zugfahrzeug abgestellt oder verschwindet in einer der Lagerhallen. Der Nächste bitte! Unglaublich diese Routine. Jeder Teilnehmer nimmt noch einen Schluck Glühwein aus Beppis Küche und schon rollt die Karawane in unterschiedliche Richtungen nach Hause. - Es war wieder eine gelungene Dezember-Tour.-
Wiederholung ist angesagt,
08. - 10. Dezember 2005, 27. Ausgabe, Kalender ankreuzen. Bis dann, Ciao a tutti

Karl-Heinz Baumgartner

Teilnehmer vom ASC:

Gerd und Christine Mohnkern
Hans Jürgen und Petra Albers
Uwe und Kathrin Bergmann
Peter Zürrer, Karl-Heinz Baumgartner, Conny und Edith Goldberg
Volker Hiebert, Olaf Kannemann, Manfred Bienen (ABA Rubberdog)
Mathias Rottensteiner, Reinhard Neuhuber, Engelbert Wrede (ABA Rubberdog)
Martin Steinwender und Elfi (ABA Rubberdog)

Fotos: Peter Mohnkern
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